Jeder weiß es: das Fernsehen ist inzwischen ein Gemisch aus öffentlich-rechtlicher Einschlafhilfe und RTLs alliterations-abhängigen* Skripted-Reality-Anschreikonzerten.

Inzwischen hört man ja von vielen, dass sie nur noch über Amazon und Netflix „fernsehen“. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man sich einmal die Vorteile ansieht, die die beliebten Streamingdienste mit sich bringen. Man kann den ganzen Tag lang genau die Serien und Filme gucken, auf die man gerade Lust hat. Dazu sind die Eigenproduktionen von Netflix und Amazon beliebte und vielfach ausgezeichnete Sendungen der Extraklasse.

Viele der heutigen Produktionen deutscher Sender sind dagegen einfach nur noch wenig überraschend und langweilig und bei Serien von RTL wie etwa Frauentausch sind die Sender sehr weit entfernt von Qualitätsfernsehen. Von den privaten sowie auch den öffentlich-rechtlichen Sendern wird ja immer wieder mit der Quote argumentiert, doch die Quote wird anscheinend vor allem von Leuten ausgemacht, die das Fernsehen als Hintergrundbeschallung laufen lassen und denen es ja geradezu egal ist, was da läuft.

Hinzu kommt, dass die „Schauspieler“ vieler RTL Sendungen Laien sind, die irgendwo angesprochen werden und ohne irgendeine Vorqualifikation mit zu dem entsprechenden Drehort genommen werden. Wenn man sich also mal alles durch den Kopf gehen lässt, stellt man fest, dass es eigentlich wenig bis gar nichts am deutschen Fernsehen zu loben gibt.

Und damit kann dieser Artikel auch seinen Abschluss finden – wobei man bemerken muss, dass es durchaus gute deutsche Produktionen gibt, wie z.B Fack ju Göhte. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich nur die Regel…

Dieser Artikel wurde geschrieben von: Till Weiser


*In meinem kleinen Einleitungssatz ist das Wort „alliterations-abhängig“ gefallen. Es bedeutet, dass in Sendungen wie Bauer sucht Frau die Sprecher oft Wörter in ihren Sätzen benutzen, die alle mit dem jeweils gleichen Buchstaben anfangen. Dies kann eine Hilfe sein, wenn man längere Texte ablesen bzw. sich merken muss.

 

Von Till