Wie fühlt sich Klasse 6 an?

Die Frage im Titel hört sich vielleicht etwas komisch an, aber seit dem Übergang von Klasse 5 zu 6 hat sich für mich irgendwie so vieles verändert – vor allem was Freundschaften, die Belastung in der Schule und meine eigene Ordnung angeht. Ich musste einfach einmal laut darüber nachdenken und möchte die Gedanken gern mit euch teilen:

Freundschaften:

Ich habe inzwischen gemerkt, wem ich vertrauen kann, wen ich nicht so nett findet und ich habe festgestellt, wer ein guter Freund oder eine gute Freundin ist. Es gibt jetzt kleine Grüppchen aus unterschiedlichen Personen (bei mir: Die „Gackerliesen“ – meine Freundinnen und ich) und es gibt ein kleines Grüppchen, das sich nicht so richtig für die anderen in der Klasse interessiert.
Viele wollen cooler sein: Früher haben Jungen und Mädchen nicht so viel Wert darauf gelegt, ob sie cool und beliebt sind und sich coole (=teure) Markenklamotten kaufen und sie tragen. Jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass ich das alles machen muss, wenn ich beliebt sein möchte. Natürlich möchte man, dass die Personen, mit denen man seine Zeit verbringt, auch optisch irgendwie passen, aber eigentlich ist doch das Wichtigste, dass diese Personen nett sind und einen gut behandeln.

Schule:

Wir haben VIEL mehr Hausaufgaben auf. Außerdem werden uns die Termine für die Klassenarbeiten oft frühestens eine Woche vorher gegeben, sodass wir maximal eine Woche Zeit haben richtig zu lernen. Für mich und viele meiner Freund*innen bedeutet das eine Menge Stress.
Auch bei den unterrichteten Fächern gab es Veränderungen: Wir mussten am Ende von Klasse 5 zwischen Latein und Französisch wählen, und nicht alle sind mit ihrer Wahl so ganz zufrieden. Dazu haben wir kein Erdkunde mehr – es fehlt irgendwie sehr! Dafür gibt es jetzt Geschichte und Physik.

Ordnung im Leben:

Ich fand es am Anfang wie gesagt sehr stressig, dass wir jetzt eine zweite Fremdsprache haben und darin jede Woche einen Vokabeltest schreiben. Am Anfang war es noch so, dass ich sehr unordentlich war, und dadurch wurde es nur noch stressiger. Inzwischen lerne ich viel fleißiger Vokabeln, räume öfter mein Zimmer auf und habe jetzt meine eigene Ordnung. Ein Beispiel: Ich habe kein Hausaufgabenheft mehr, sondern schreibe alles auf den Rand meines Heftes, was wir aufbekommen. So habe ich meine Aufgaben einfach besser im Blick. Also mein Tipp: Wenn ihr euch unorganisiert fühlt, macht euch erst einmal keine Sorgen, sondern probiert ein anderes System aus – jede*r hat da eine eigene Art von Ordnung.

Fazit:

Die 6. Klasse ist eigentlich echt okay, aber auch ganz schön anstrengend. Deswegen: strengt euch an, lernt ordentlich und dann wird die Klasse 6 sicherlich für alle eine spannende Erfahrung.

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