Das Wundermittel das keines ist – Das Horn des Nashorns

Spitzmaulnashorn

Jeder kennt sie, die Big Five Afrikas: Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn. Elefant, Löwe und Leopard sind bedrohte Arten, aber das Nashorn ist akut vom Aussterben bedroht.

Eigentlich haben die Nashörner nichts an sich, was begehrenswert ist. Sie haben kein Fell, produzieren keine Konsumgüter und ihre Hörner bestehen aus dem selben Material wie unsere Fingernägel und nicht aus Elfenbein. Und doch werden Nashörner von Wilderen erbarmungslos gejagt und eine Art der Nashörner ist schon ausgestorben. Die Situation wird immer bedenklicher, obwohl eine Vielzahl an Rangern die Nashörner in besonderes geschützten Reservaten verteidigen.

Doch die Ranger kämpfen einen einsamen Kampf gegen die Wilderer, der mitunter blutig endet. Immer wieder kommt es zu Schusswechseln zwischen Wilderer-Trupps und Rangern. Dabei kommt es meistens zu Toten auf beiden Seiten. Da der bewaffnete Wiederstand zum Schutz der Nashörner nur bedingt Wirkung zeigt, haben sich zwei neue Schutzmaßnahmen der ganz anderen Art entwickelt.

Schutz durch Zucht:

Immer mehr Nashorn-Farmen bilden sich in Afrika. Die Züchter halten und schützen Nashörner auf Eigenverantwortung, und sägen alle drei Jahre den Nashörnern ihr Horn ab. Laut Züchtern könnte ein Nashorn sich durch den Verkauf seines Horns selbst „finanzieren“, und auch den Züchtern ihren Lohn „bezahlen“. Allerdings ist der Verkauf von Hörnern im Moment illegal, und einige Farmen stehen vor dem Bankrott, da sie ihre Hörner nicht verkaufen können. Wenn die Zucht aber legaliesiert werden würde, würden immer mehr Farmer in das lukrative Geschäft einsteigen, und den Wilderen wäre die Grundlage ihres Handels entnommen. Damit wäre die Nachfrage an Nashorn-Horn gedeckt, und kein Nashorn müsste dafür sterben.

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Schutz durch Vergiftung:

Ein Team um eine australische Wissenschaftlerin hat eine ganz neue, in den Startlöchern stehende Methode entwickelt, Nashörner zu rettem. Man vergiftet sie! Ja, richtig: Vergiften. Allerdings werden nur die Hörner vergiftet, damit Konsumenten, die sich aus Hornpulver Getränke machen, abgeschreckt werden. Denn das Gift verursacht Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit. Das Problem: Wenn Hörner zu Schmuck oder anderen Gegenständen verarbeitet werden, zeigt das Gift natürlich keine Wirkung.

Was ist euer Meinung nach die beste Variante Nashörner zu schützen? – Schreibt`s mal in die Kommentare!

Dieser Artikel ist von : Florian Schenk

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