Sturmtief „Sabine“- Wie schlimm ist es wirklich?

Bild von Engin_Akyurt - gefunden auf Pixabay.com

In der letzten Nacht von Sonntag auf Montag (09.02.2020-10.02.2020) wütete ein heftiger Sturm getauft „Sabine“ über ganz Deutschland hinweg und verursachte zum Teil große Schäden in den einzelnen Regionen.

Die Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 160 Kilometern pro Stunde hinterlassen momentan vor allem ihre Spuren im Süden Deutschlands. 45.000 Haushalte sind derzeitig in Bayern vom Stromnetz abgeschnitten. Laut Angaben der Energieversorgung Bayernwerk könne die Stromversorgung im Süden Münchens und im Voralpenland unterbrochen werden, wenn der Sturm weiterzieht.

Aber auch im restlichen Teil des Landes herscht momentan Chaos, was den Bahn-und Flughafenverkehr am meisten beeinflusst. Letzte Nacht und auch heute morgen wurden viele Flüge aufgrund des Orkans gestrichen. Im NRW kam es vor allem im Bahnverkehr zu Ausfällen. Doch die Reisenden zeigten gegenüber der Deutschen Bahn Verständnis und wurden in Hotels untergebracht oder übernachteten in den Zügen. Zu diesem Zeitpunkt fahren die meisten Züge allerdings wieder.

Aber nicht nur im Verkehr sorgte Sabine für Wirbel, sondern auch die Polizei und die Feuerwehr hatten in der letzten Nacht viele Einsätze und verletzte Menschen zu retten. Auch im Ruhrgebiet wurden dutzende Einsätze gemeldet, bei denen 530 Einsatzkräfte im Dienst waren. Dort sorgten plötzlich umher wehende Baustellentoiletten, ein Pavillon oder Trampoline für Aufruhr. Außerdem stürtzten viele Bäume um und Antennen knickten ab. Es gab ein paar Schwerverletzte, dennoch hatten die Einsatzkräfte des Ruhrgebietes mit mehr Sturmschäden gerechnet.

Sonst mussten überall in Deutschland (insbesondere in Dortmund) viele Straßen gesperrt und Autos geborgen werden, die teilweise unter umgestürtzten Bäumen lagen.

Auch im Ausland, wie Frankreich und Tschechien, richtete der Orkan viele Schäden an. Mittlerweile hat sich das Zentrum des Sturms nach Norwegen verlagert. Trotzdem warnt man vor weiteren Sturmböen im Land. In den weiteren Tagen soll es außerdem zu kräftigen Schauern kommen und weitere Windböen sind nach wie vor zu erwarten.

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