Viele haben bestimmt schon davon gehört: Wenn das OHG wieder in das Schulgebäude einzieht, werden dort auch neue Tafeln auf uns warten! Das sind nicht nur einfach neue, grüne Tafeln, sondern digitale Whiteboards. Aber können diese Tafeln wirklich im Schulalltag bestehen? Oder sind das nur gebrechliche, teure Hoffnungschimmer, an die wir uns klammern? Wir hatten die Gelegenheit, die neuen Whiteboards einmal auszuprobieren.

Zuerst sei einmal gesagt, dass die Whiteboards natürlich den Drang auslösen, alle neuen technischen Spielereien sofort auszuprobieren. Man kann mit allen möglichen Farben in allen möglichen Sättigungen schreiben, Fotos oder Bilder direkt bearbeiten, geometrische Formen anzeigen und und und… Diese Tafel kann eben alles, was ein Computer kann. Oder sollte man eher sagen, dass das ein Computer mit Tafelfunktion ist?

Je länger man sich mit den Tafeln auseinandersetzt, desto mehr interessante Features aber auch Probleme erkennt man. Die Bedienung mit dem Touchpen ist sehr aufwendig, da man immer zwischen Schreiben und Radieren die unverschämt kleinen Felder am Rand des Bildschirms mit dem Pen berühren muss und nicht einfach einen missratenen Buchstaben mal eben mit der Hand wegwischen kann. Eine Radierfläche am anderen Ende des Pens ist nicht vorhanden. Außerdem wechselt der Pen manchmal automatisch vom Stift- zum Eddingmodus, obwohl man die ganze Zeit geschrieben hat. Auch ist der riesige Bildschirm sehr anfällig und nicht besonders robust. Und mal ehrlich: Gibt es eine Klasse mit Kindern in der Unterstufe, die in den Pausen nicht durch den Klassenraum rennen? Ein fliegendes Mäppchen oder ein geschubster Schüler reichen aus, um das Display zu zerstören.

Allerdings hat die digitale Tafel auch ihre großen Vorteile: Es ist leichter, Aufgaben mit der ganzen Klasse direkt zu bearbeiten, da man nur auf dem digitalen Arbeitsblatt schreiben braucht. In Mathe können geometrische Formen sehr zum Leidwesen der Schüler direkt beackert werden, ein zu Analysierender Text in Deutsch sofort mit Notitzen versehen werden, oder Karikaturen, Fotos und Zeichnungen sofort und für alle sichtbar beschrieben werden. Kurzum, alles ist einfacher.

Wie sich die Whiteboards in der Schule bewähren, bleibt abzusehen. Das Einzige was man mit Sicherheit sagen kann ist, dass es wirklich spannend wird.

Von Florian