Kinder und Familien im 2. Weltkrieg

geschrieben von Janna und Paula, 8e

Dieser Artikel entstand im Deutschunterricht der Klasse 8e bei Frau Meisenberg. Er gehörte zu den Besten und wurde daher zur Veröffentlichung ausgewählt.

Der zweite Weltkrieg, der am ersten   September 1939 begann und am zweiten September 1945 endete, brachte schwere Konsequenzen mit sich. Für Millionen von Kindern gehörten Luftangriffe, Todesangst, Hungersnot und Kälte zum Alltag.  

Was als Spiel begann

 Zunächst erschien der Krieg für sie noch als ein abenteuerliches Spiel. Vater in Uniform war „der Größte“. Kinder spielten mit Kanonen und bewaffneten Soldaten. Außerdem sangen sie Kriegslieder und der erste Bombenangriff galt noch als Abenteuer. 

Bombennächte im Luftschutzkeller 

Doch mit den häufiger und heftiger werdenden Luftangriffen wuchs die Todesangst. Kinder mussten brennende Häuser, von Bomben zerstörte Gebäude und unzählige Tote und Verwundete ansehen und diese Erlebnisse dann auch verkraften. Viele Jahre und Nächte verbrachten die Menschen im Luftschutzkeller und Hunderttausende  wurden ausgebombt. Viele verloren bei den Angriffen all ihr Hab und Gut und  ihre Angehörigen. Der Krieg war nun auch für die Kinder zum Kampf um das Überleben geworden. Doch weil sie nichts anderes kannten, wurden selbst die schrecklichsten Dinge zur Normalität. Viele litten noch Jahrzehnte später an der Grausamkeit ihres Schicksals. Manche leiden heute noch. 

 

Wie es den Kindern erging hing von den Personen ab, die sie betreuten.

Auf der Flucht 

Die Hälfte der dort lebenden Bevölkerung floh vor der sowjetischen Besatzung aus den Ostgebieten. Die meisten Geflüchteten waren Kinder und Frauen. Die meisten Kinder empfanden den Abschied aus der Heimat nicht so schmerzlich wie die Erwachsenen. Zunächst rechneten fast alle damit, bald zurückzukehren. Kaum einer konnte Ahnenwas bevorstand: Sorge um ihre Angehörigen, Tieffliegerangriffe, Hunger und Kälte, Krankheit und Tod. Kinder verloren auf den Flüchtlichstrecks ihre Eltern oder mussten miterleben, wie Mutter oder Schwester vergewaltigt wurden. 

Kriegsende und Nachkriegszeit 

Nach dem Krieg waren für viele Kinder Not und Elend nicht zu ende. Meist waren sie in ihrer neuen Umgebung nicht willkommen. Der schlimmste Verlust war der der Eltern: Schätzungsweise gab es 500 000 Kriegsweisen und 20 Millionen Halbweisen. Die meisten von ihnen waren ohne Vater.  

Wenn die Erinnerung zurückkehrt 

Heute sind die meisten von ihnen Rentner. Viele leiden an Depressionen. Andere erinnern sich sogar gerne an die Kindheit im Krieg. Wer kaum Hunger leiden musste, ein Dach über dem Kopf hatte und geborgen war, hatte Glück und kam manchmal ohne seelische Schäden davon. Wie unterschiedlich das Schicksal der Kriegskinder verlief, eines haben sie gemeinsam: Der Krieg hat sie geprägt. 

Verschickt 

Auf den Angriffskrieg der Deutschen reagierten die Kriegsgegner mit dem Bombardement deutscher Städte. Als der Bombenhagel immer heftiger wurde, startete das NS-Regime 1940 die Aktion „Kinderlandverschickung“. Bis Kriegsende wurden rund 2,5 Millionen Jungen und Mädchen in ländliche Gebiete geschickt, um sie in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig nutzten die Nationalsozialisten die Notlage, um auf die Kinder einzuwirken. Denn oft waren sie über Monate und sogar Jahre in Schullandheimen, Zeltlagern, Pensionen oder Jugendherbergen untergebracht. Viele litten an Heimweh.   

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